PRESSESTIMMEN

KLARA SPIELTE

Kölner Kleinstbesetzung


Theater Löwenherz, Binz


Lutherkirche, Köln


Birlikte 2014, Köln


Chansonfest Berlin 2013


Bis- Zentrum, Mönchengladbach


Kloster-Kulttur- Keller, Hürtgenwald


Klösterchen, Herzogenrath


Bürgerhaus Stollwerck, Köln


Cafe Morgenstern, Köln


Corbo, Kleinkunstbühne, Berlin


Sängerknaben und Sirenen, Hamburg


Potsdamer Chansonfestival (3. Platz)


Stuttgarter Chansonfestival


Zeltfestival Ruhr

Frau Jahnke hat eingeladen,...


Escht Kabarett, Köln


Bonner Aids Gala 2010


Sommerblut Festival, Köln


Sommerfest Aidshilfe Bonn


Theater im Walzwerk, Pulheim


Lyz, Siegen


GLORIA Theater, Köln


Blick Aktuell - Remagen

Die Kölner Chansonsängerin Klara im Kunsthaus Rheinlicht

Einen außerordentlich bewegenden, inspirierenden Abend erlebten am Samstag die Besucher des Kunsthauses Rheinlicht, die in den Genuss kamen, die Kölner Chansonsängerin Klara und die Pianistin Margita Linde zu erleben.

Die Erscheinung der beiden großen schlanken, ganz in schwarz gekleideten Frauen weckte nostalgische Gefühle. Man fühlte sich versetzt in die Zeit der 20er Jahre mit ihrer eigenen Ästhetik und Erotik – und geriet unwillkürlich auf Distanz zum Alltag. Die besondere Bühnenpräsenz der beiden Künstlerinnen hielt den Zuhörer durch das ganze Programm gefesselt und nahm ihn mit auf eine berührende Reise.

Klara schreibt und komponiert ihre Lieder selbst, in enger Zusammenarbeit mit Margita Linde, mit der sie seit sieben Jahren auftritt. Ihre Chansons kreisen, auch wenn sie manchmal von der Oberfläche auszugehen scheinen, um die tiefen Fragen des Lebens – auf humorvolle, kritische, intelligente, poetische Weise. Eines ihrer zentralen Themen ist die Frage nach der Freiheit des Menschen. Klara beleuchtet sie aus unterschiedlichsten Blickwinkeln, ob sie auf humorvolle Weise über verborgene gesellschaftliche Zwänge singt, denen wir uns fraglos ausliefern, wie in Geschmackswächter, über die subtilen Botschaften der Werbung wie in Merci oder die Dynamik zwischen Mann und Frau. Wie schwer es ist, in diesem Geflecht von inneren und äußeren Ansprüchen, von Geschmacksdiktaten und zwischenmenschlichen Beziehungen sich selbst auf die Spur zu kommen, sich treu zu bleiben und innerlich klarer zu werden, davon erzählen ihre Lieder. Und sie erzählen von der Poesie und Schönheit des Lebens, für die wir den Blick oft verlieren. Ein Höhepunkt des Abends war das Chanson Alles wird Klara, nach dem die Künstlerin ihr aktuelles Programm benannt hat. Es ist die Neuformulierung eines Textes von Charlie Chaplin, den er zu seinem 70. Geburtstag verfasste.

Erst als ich mich zu lieben begann, hab ich verstanden, dass ich immer richtig war. Und dass alles, was passiert ist, dem Leben einen Sinn gab. Ich konnte sehen, dass die Wege verschlungen waren und lief oft auf falschen Bahnen … Ich hab verstanden, dass Schmerz und Wut ein Zeichen waren, das Leben anders zu betrachten.

Klaras warme, klare Stimme ist durchlässig für die Gefühle, von denen sie singt. Und so wie ihre Stimme und ihre Chansons wandelten sich die Atmosphären im Konzertraum von befreitem Lachen bis zu stillem Innehalten in der Berührung mit Fragen, die jeder sich auf die ein oder andere Weise selber stellt. Es war zeitweise, als ständen die Gefühle und Gedanken der Zuhörer mit im Raum, als seien sie auf einmal verbunden mit sich, ihren Sehnsüchten, ihrem Schmerz – aber auch mit ihrer Kraft und dem einzigartigen Geschenk ihres Lebens. Zu der ungewöhnlich konzentrierten Atmosphäre des Konzerts trug die besondere Harmonie des Duos bei. Der Fluss zwischen den beiden Frauen, die große stilistische Spannweite zwischen traditionellen und modernen Elementen, zwischen heißem Tango und melancholischer Ballade zogen die Zuhörer in den Bann.

Dank an ein außergewöhnliches Duo, das auf höchstem Niveau Begeisterung für deutsches Chanson weckte. An eine sensible Poetin und Sängerin und an eine feinfühlige Pianistin, die die Chansons instrumental in ihrer Schönheit und Tiefe zu öffnen vermochte. Ein begeistertes, bewegtes Publikum machte sich nach einem erfüllten Abend, der bei einem Glas Rotwein mit den Künstlerinnen ausklang, auf den Heimweg

Beatrice Fermor

PHOTO beatpics WEBDESIGN chillartist  (c) 2016   IMPRESSUM

KLARA auf WDR 5 in der Sendung Neugier genügt (29.07.2014)

hier geht es zum Beitrag auf der WDR homepage

Siegener Zeitung

21.11.2016 (sib)

sehr schöne CD Rezension von Sophie Weigand in EinAchtelLorbeerblatt:

https://einachtellorbeerblatt.wordpress.com/2014/07/12/rezension-klara-alles-wird-klara/

Märkische Allgemeine 21.11.11 (Auszug)

POTSDAMER CHANSONFESTIVAL 2011

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Ganz anders Chansonniere Klara aus Köln, die allerdings den ebenfalls undankbaren ersten Startplatz hatte. Sie ermittelte in ihrem ersten Stück, einer Hommage an den Tatort, „sonntags von der Couch, mit Zeugen, die sich alles schön merken“, und sie zeigte dabei ein breites musikalisches Repertoire: Klara säuselte, kreischte, flüsterte, zischte und piepste, bevor sie im zweiten Stück mit wenigen Zeilen eine melancholische Nachtstimmung wob und sich in ihrem dritten Lied über ihre Freundin lustig machte, die ihr Leben aus Anregungen der Zeitschrift „Schöner Wohnen“ designt. Ein so abwechslungsreiches Drei-Lied-Programm zeigte sonst niemand, doch Klaras Nachteil war, dass nach ihr noch 15 weitere Lieder auf die Ohren im voll besetzten Saal prasselten. So reichte es am Ende nur für den dritten Platz.

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Folker 2014 CD Kritik „Alles wird KLARA“


Birgit Schlenthers Hauptinteresse liegt darin, mit der Stimme die Seele klingen zu lassen. Das tut sie vor allem als Gesangslehrerin in Köln, wo sie dem Anfänger und dem Profi hilft, seinem Inneren musikalisch Ausdruck zu verleihen. Doch hin und wieder müssen auch die eigenen Empfindungen auf die Reise gehen und so hat sich die Künstlerin in die Kunstfigur Klara verwandelt, die ihr bühnentaugliches Abbild darstellt. "Alles wird Klara" heißt ihre CD, die sie dem Programm beigeordnet hat. Klara versteht sich als Frau der Gegenwart, die mit Freude akzeptiert, dass sie nicht vollkommen ist. Man könnte von Bodenständigkeit reden, wenn das nicht zu sehr nach "Bauer sucht Frau" klingen würde. Denn ganz bodenständig ist sie nicht, da sie sich gern auch mal treiben lässt und die Flügel ausbreitet. Klara möchte authentisch sein. Schein und Sein in Einklang bringen. Ihre Lieder singen davon. Sie versucht sich von den Verlockungen der Werbeindustrie ebenso wenig beeindrucken zu lassen, wie von biodynamischen Trendsettern und designverliebten Markenanbetern. Klara singt eine Ode an ihren verlorengegangenen besten Freund, der sich am Ende des Liedes als etwas entpuppt, das nichts anderes ist als ... nein, das will ich jetzt nicht verraten. Der Witz entsteht beim Hören. Der Alltag besteht für sie aus so gegensätzlichen Dingen wie Sonntagskrimi und Protest gegen Streit und Waffenklirren. So weit so nett und so chansonnettenhaft adrett. Doch in den leiseren Liedern kommt die eigentliche Klara zum Vorschein, die lebensverliebte hoffnungsvolle Romantikerin. "Besitzer des Himmels", "Alles Liebe", "Sein lassen" sind Lieder, wie sie in der Welt der ausformulierten Zweideutigkeit heute kaum noch stattfinden. Ehrlich, eindeutig, sensibel und trotzdem schmalzfrei. Was immer es ist, was Birgit Schlenther mit Klara auf die Bühne bringt, Kleinkunst, Cabaret oder Chanson oder wo man es sonst anordnen will: "Alles wird Klara" ist die charmanteste Aufforderung zum Leben, die mir seit langem unter die Ohren gekommen ist.

© Karsten Rube